Bei Unsicherheiten bei Abstimmungen kann man entweder die makement-Abstimmungsempfehlungen konsultieren oder man kann schauen, was Andreas „Trump“ Glarner zu den Abstimmungen sagt; und dann das Gegenteil stimmen. Andreas Glarner sagt „Ja“ zur BVG-Reform. Dann müsste es schon sehr gute sachliche Gründe dafür geben, die gibt es nicht. Im Gegenteil.
NEIN zur BVG-Reform:
- Von der BVG-Reform profitieren insbesondere die Banken und Versicherungen, die Pensionskassenleistungen anbieten. Der Umwandlungssatz wird von 6.8 auf 6.0 Prozent gesenkt, das heisst die Rente der meisten Versicherten wird kleiner, um durchschnittlich 12 Prozent!
- Die 2. Säule – also das BVG – ist sowieso ein Fehlkonstrukt. Sie hilft insbesondere den Versicherungen und Banken und nicht wirklich den Bürgerinnen und Bürgern. Die Finanzdienstleister erhalten über Jahrzehnte gebundenes Kapital, mit dem sie grundsätzlich machen können, was sie wollen. Die Bürgerinnen und Bürger haben – obwohl es ihr Geld ist – keinen Einfluss darauf. Sie können nicht entscheiden, zu welcher Pensionskasse das Geld kommt und sie können nicht entscheiden, wie und wo das Geld angelegt wird. Die 2. Säule ist nicht fürs Volk, sondern für die Banker und gehört nicht reformiert, sondern ganz abgeschafft.
- Gestärkt werden soll die 1. Säule, die AHV. Sie ist um einiges effizienter als die zweite Säule (der Verwaltungsaufwand ist beträchtlich kleiner) und zudem ist sie gerechter.
JA zur Biodiversität
Eines ist jetzt schon klar: Die Biodiversitätsinitiative wird es schwer haben gegen die geballte Power der Landwirtschaftslobby. Sie sieht im Kern vor, dass die Biodiversität in der Schweiz gefördert werden soll. Etwa, in dem die Landwirt:innen mehr Flächen für die Biodiversität zur Verfügung stellen sollen (allerdings ohne feste Vorgaben zu machen, wie die Landwirtschaftslobby immer wieder suggeriert).
- Die Initiative soll angenommen werden, weil der Naturschutz in der Schweiz verbessert werden soll. Eigentlich ist sonnenklar, dass wir ohne intakte Natur unsere Lebensgrundlage verlieren und dass diese deswegen geschützt werden soll.
- Die Initiative bietet für Landwirt:innen auch eine Chance vom herkömmlichen – hoch defizitären – Betrieb wegzukommen und in der Landwirtschaft neue Wege zu gehen.
Hinweis zur Demokratie Initiative:
Wir möchten auf die aktuell laufende Unterschriftensammlung der Demokratie Initiative hinweisen, damit aus der heutigen 3/4-Demokratie endlich eine vollwertige Demokratie wird und willkürliche und schikanöse Einbürgerungsverfahren überwunden werden können. Jede Unterschrift zählt und insbesondere in Zürich gibt es noch viel Potenzial für Sammlerinnen und Sammler. Auf der Homepage können Unterschriften-Zusagen gemacht, die Unterschriftenbogen heruntergeladen oder einem Lokalkomitee beigetreten werden: https://demokratie-volksinitiative.ch