Und wieder flattert eine geballte Ladung makement-Empfehlungen in euer E-Mail-Postfach. Enjoy!
NEIN zur Halbierungsinitiative
OMG, es gibt so viele Gründe, diese Initiative abzulehnen, man weiss gar nicht, wo beginnen. Wir versuchen trotzdem, uns zu beschränken und kurz und knackig zu bleiben.
- Die Initiative ist extrem unpatriotisch und schadet der Schweiz. Die SRG – respektive SRF – sind ein Grundpfeiler der Schweiz. Sie berichtet informativ aus verschiedenen Landesteilen der Schweiz und fördert das Verständnis untereinander. Das SRF ist für unsere Demokratie überlebenswichtig. Es berichtet unabhängig und neutral über politische Themen. Es stehen keine privaten Interessen dahinter. Es schützt also vor Desinformation und vor Propaganda von irgendwelchen reichen Oligarchen. So wie wir es momentan grad in den USA sehen (z.B. Larry Elisson hat CBS gekauft, Jeff Bezos die Washington Post, Elon Musk Twitter etc.)
- Seien wir ehrlich: SRF ist extrem billig für das, was es liefert: Top Infos (z.B. Echo der Zeit, Regionaljournals etc.), Sport, Kultur etc. Das ganze kostet uns 300 Franken pro Jahr (pro Haushalt, nicht pro Person). (Amerikanische) Streamingdienste sind teurer und liefern nichts Vergleichbares. Ganz abgesehen davon, dass kein privater Sender je eine vergleichbare Berichterstattung über die Schweiz machen würde. Der Schweizer Markt ist zu klein, kein privater Anbieter würde auch nur ein annähernd so professionelles Programm zur Verfügung stellen.
- SRF stellt auch ein riesiges Angebot zur Verfügung in Bereichen, die uns jeweils gar nicht so bewusst sind. Als Lehrer weiss Roman (1/2 von makement), dass 90% der im Unterricht gezeigten Medien (Filme, Artikel, Radiobeiträge etc.) von SRF stammen. Dies kann alles kostenlos genutzt werden. Im kulturellen Bereich ist es ähnlich: Auch hier unterstützt SRF Produktionen, die sonst nie und nimmer finanziell überlebensfähig wären.
JA zur Klimafonds-Initiative
- Die Initiative verlangt, dass die Schweiz einen Klimafonds bildet, in den jährlich 0.5 bis 1 Prozent des BIPs fliessen sollen. Das sind 4 bis 8 Milliarden, um die bereits bestehende Anstrengungen gezielt zu fördern: mehr erneuerbare Energien, Ölheizungen durch Wärmepumpen ersetzen und nachhaltige Mobilität umzustellen.
- Die Schweiz ist eines der am stärksten vom Klimaschock betroffenen Länder der Welt. Aktuell ist es +2.9 Grad wärmer im Vergleich zum vorindustriellen Durchschnitt. Die Folge: schmelzender Permafrost, Schlammlawinen, Hitze und Dürre. Gleichzeitig befindet sich die Schweiz mit ihren Klimaschutzanstrengungen im internationalen Klimaindex nur auf Platz 26. Hinter Ländern wie Marokko, Indien oder Vietnam.
- Die Schweizer Stimmbevölkerung hat im 2023 entschieden, dass sie bis 2050 klimaneutral werden will. Die Mehrheit des bürgerlichen Parlaments torpediert diesen Entscheid regelmässig: Sparmassnahmen beim Gebäudeprogramm, absurde AKW Neubau-Diskussion, etc.. Mit dem Ja zum Klimafonds, werden konkrete finanzielle Grundlagen geschaffen, das Netto-Null bis 2025 erreicht werden kann.
JA zur Individualbesteuerung
- Es leuchtet ganz einfach nicht ein, weshalb ein Ehepaar höher besteuert werden sollte, als zwei Einzelpersonen. Das Einkommen gesplittet zu besteuern macht mehr Sinn.
- Die Individualbesteuerung schafft Anreize, damit Frauen ihrem Berufswunsch nachgehen. In der aktuellen Situation, ist es für Frauen teilweise nachteilig (mehr) zu arbeiten, da die Steuern, den Einkommenszuwachs zunichtemachen. Durch eine höhere Erwerbsquote bei verheirateten Frauen könnte auch der Fachkräftemangel reduziert werden.
- Mit der Individualbesteuerung wären verheiratete Frauen für die Steuerämter nicht mehr einfach nur Anhängsel ihrer Ehemänner.
NEIN zur Bargeldinitiative, JA zum Gegenvorschlag
- Viele Forderungen der Initiative (z.B. Sicherstellung der Bargeldversorgung) sind heute schon gesetzlich verankert. Der Initiativtext ist rechtlich unpräzise formuliert und eine Annahme der Initiative würde nichts bringen.